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Albizia julibrissin – Seidenbaum

Synonyme: Seidenbaum, Schlafbaum, Seidenakazie

Herkunft, Vorkommen: Albizia julibrissin gehört mit zur Unterfamilie der Mimosengewächse. Der Seidenbaum wächst als laubabwerfender Baum oder Strauch und ist ursprünglich in Asien beheimatet.

Aussehen: Die Borke des Seidenbaumes ist dunkelgrau, wobei die Rinde an jungen Zweigen zusätzlich gelblich-braune Haare besitzt. Der Baum kann kann 6-8 Meter hoch werden und ist oben breit ausladend. Seine Blätter sind gefiedert, besitzen eine Mittelrippe von ca. 20 cm länge und haben das für Akatiengewächse typische Aussehen.

Seidenbaum (Albizia julibrissin)
Von Taken by FanghongEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=185227

Besonderheiten: Er wird Schlafbaum genannt, weil er abends seine Blätter zusammenklappt. Dasselbe geschieht bei Trockenheit, um die Verdunstungsfläche gering zu halten.

Vermehrung: Die Vermehrung erfolgt über die Samen der Früchte. Die Blütezeit liegt zwischen Juli und August. Der Baum entwickelt zahlreiche Blüten, daraus entstehen die Schoten mit Samen (Fam. Hülsenfrüchtler).

Verwendung: Der Seidenbaum ist in vielen Regionen der Erde als Zierbaum in Parks und öffentlichen Anlagen beliebt.

Verträglichkeit: Ist nicht als giftig eingestuft.

Haltung: Einzig kritisch ist die Überwinterung beim jungen Seidenbaum. Verschneiden ist kaum erforderlich, nicht verschneiden wenn Frost droht! Der Seidenbaum kann anfangs als Kübelpflanze gehalten werden, Die Kübelgröße sollte den Wurzeln ausreichend Platz bieten, gelegentlich düngen. Auf regelmäßiges Gießen ist zu achten, nicht erst, wenn die Blätter zusammenklappen. Zu feucht oder Staunässe sind zu vermeiden.

Freilandhaltung: Als Kübelpflanze von Frühjahr bis Herbst. Ein älterer Seidenbaum kann ganzjährig im Freiland gehalten werden. Je nach Baumgröße und Alter der Pflanze sind Schutzmaßnahmen für die Überwinterung erforderlich.

Temperaturen: Verträgt hohe sommerliche Temperaturen und subtropisches Klima ohne Probleme. Bei Kälte ist der Seidenbaum nur bedingt beständig (sh. Überwinterung). Spätestens bei Temperaturen unterhalb von -15 Grad kritisch.

Überwinterung: Jungpflanzen, welche noch im Kübel gehalten werden, müssen frostfrei bzw. später geschützt überwintert werden. Ausgewachsene Bäume im Freiland vertragen auch problemlos Minusgrade, evtl. sind jedoch Schutzmaßnahmen erforderlich (Stamm abschatten etc.).


zuletzt aktualisiert am 03.04.2016

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