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Sansevieria – Bogenhanf

Synonyme: Bogenhanf, Schwiegermutterzunge, Afrikanischer Sisal

Herkunft, Vorkommen: Es gibt über verschiedene 60 Arten Bogenhanf. Die Sansevieria gehört zu den Spargelgewächsen, ist aber auch nahe verwandt mit dem Drachenbaum (dracaena). Ursprünglich ist er beheimatet in Afrika, im Arabischen Raum und Südasien.

Aussehen: Der Bogenhanf hat schwertförmige flache Blätter, es gibt jedoch auch sansevieria cylindrica mit zylindrischen Blättern (runder Querschnitt). Die Blätter sind dickfleischig (sukkulent) und haben eine ledrige Oberfläche. Die Wuchshöhe kann beim Bogenhanf artabhängig bis zu 1,50m betragen. Manche Arten zeigen einen bunten Farbverlauf an den Blatträndern, typischerweise einen gelben Rand.

Sansevieria trifasciata, Inselberg bei Yaoundé, Kamerun
Von Marco Schmidt[1]Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1844093

Sanseveria cylindrica0.jpg
CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7731

Besonderheiten: Der Name Bogenhanf weist auf die ursprüngliche Verwendung der stark fasrigen Blätter hin. Deren wirtschaftliche Bedeutung jedoch seit der Einführung synthetischer Fasern zurückgegangen.

Vermehrung: Ältere Pflanzen bilden Blüten aus, die oft in der Nacht von Motten bestäubt werden. Nach der Bestäubung bilden sich rötliche Beeren an den Blüten, die einige Samen enthalten, die eingepflanzt werden können.
Unkomplizierter ist allerdings eine Vermehrung durch Teilung der Pflanze beim Umtopfen oder durch die Anzucht von Stecklingen.

Verwendung: Die Blattfasern der Sansevieria werden zur Herstellung von beispielsweise Matten, Hüten oder anderen Kleidungsstücken verwendet. Daneben ist der Bogenhanf sehr beliebt im Feng Shui, da die Pflanze Aggressionen reduzieren soll. Außerdem wird der Pflanze eine antiseptische Wirkung zugesprochen, weshalb sie in der traditionellen Medizin für Verbände sowie gegen Ohrenschmerzen und Geschwüre gebraucht wird.

Verträglichkeit: Bogenhanf gilt als giftig für Menschen und im Besonderen für Haustiere.

Haltung: Sansevierien werden in Europa meist als Zimmerpflanzen gehalten. Ein sonnigen bis halbschattiger Standort wird bevorzugt, die Pflanzen kommen aber auch mit wenig Licht aus. Direkte Sonne erst nach schrittweiser Eingewöhnung, da sonst Blattverbrennungen auftreten.
Als Substrat wird Kakteenerde verwendet oder ein Gemisch aus Erde und Sand. Dadurch wird Staunässe entgegengewirkt. Bogenhanf ist in der Lage, viel Wasser zu speichern. Gegossen wird frühestens, wenn die Erde an der Oberfläche getrocknet ist. Dagegen mag der Bogenhanf gern feuchte Luft, weshalb er die perfekte Pflanze fürs Badezimmer ist.

Freilandhaltung: Im Sommer kann der Bogenhanf draußen gehalten werden, im Winter ist er dort allerdings nicht überlebensfähig.

Temperaturen: Sansevieria als ehemalige Wüstenpflanze kommt gut mit sehr hohen Temperaturen klar. Wenn kein heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung möglich ist, muß der Bogenhanf sehr langsam an direkte Sonne gewöhnt werden.

Überwinterung: Keine Temperaturen unter 12 Grad, deshalb im Zimmer überwintern. In dieser Zeit nicht Düngen und nur äußerst sparsam gießen.


zuletzt aktualisiert am 02.04.2016

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