Pflanzenlampe künstliche Beleuchtung LED Papyrus

pflanzenlampe 1/3 – eckdaten, lichtfarbe, wirkung auf zimmerpflanzen

Pflanzenlampen im Wohnbereich unterscheiden sich von ihren großen Vorbildern aus dem Gärtnereibedarf deutlich. Warum und was man bei der künstlichen Beleuchtung von Zimmerpflanzen wissen muß, möchte ich etwas vertiefen.

Eckdaten leicht erklärt

Zusammengefassend ein paar wichtige Bemessungsgrundlagen für die Beleuchtung vorab:

  • Leistung in Watt [A]: ist der Stromverbrauch, welcher beim Kauf immer zur Orientierung dient, allerdings nicht direkt etwas über Lichtausbeute des Leuchtmittels aussagt.
  • Lichtstrom in Lumen [lm]: Diese Angabe ist auf allen Verpackungen aufgedruckt und ist schon sehr konkret. Diese Zahl steht für die ausgesandte Lichtmenge (pro Zeiteinheit). Vergleichbar ist der Wert allerdings nur bei gleicher Bauform, denn ein kugelförmiges Leuchtmittel verteilt den Lichstrom nach allen Seiten, wärend ein Strahler den gesamten Lichstrom auf eine kleine Fläche bündelt. Die Wirkung des Lichtstromes hängt also davon ab, auf welche Fläche er verteilt wird.
  • Beleuchtungsstärke (Helligkeit) in Lux [lx]: Leuchtet die Lampe auf die Oberfläche eines Meßfühlers beim Luxmeter, dann gibt dieses eine Helligkeit in Lux an. Die Helligkeit nimmt mit der Entfernung zur Lichtquelle ab, weil sich der Lichtkegel verbreitert und sich der ausgesandte Lichtstrom auf eine größere Fläche verteilt.   ?  Lux = lumen / m²
  • Lichtfarbe (Farbtemperatur) in Kelvin [K]: Als Lichtfarbe bezeichnet man die farbliche Wirkung von Licht. Diese entsteht durch die unterschiedlich gewichtete Zusammensetzung aus den Spektralfarben.
Pflanzenlampe LED selber bauen
Pflanzenlampe einfach selber bauen: PAR38 LED Strahler in einer E27 Fassung als Hängeleuchte

Kaltweiß Warmweiß Neutralweiß Tageslicht – der Unterschied

Beispiele:

  • warmweiß: herkömmliche Glühlampe
  • neutralweiß: Leuchtstofflampe Küche
  • kaltweiß: Leuchtstofflampe Büro
  • Tageslicht: spezielle Leuchtstofflampen und LED

Warmweiß wird durch die herkömmliche Glühbirne als typischstes Leuchtmittel verkörpert. Der im Licht enthaltene gelbton schafft für den Menschen eine ruhige entspannende Atmosphäre. Bei der Pflanze fördert dieses warme Licht zwar das Wachstum, Stabilität und Festigkeit im Wuchs entsteht jedoch eher durch kalte Lichtfarben.

Neutralweiß oder cool white sind meist die Leuchtstofflampen für den normalen häuslichen Gebrauch, typischerweise in der Küche. Sie schaffen eine nüchterne sachliche Athmosphäre bei nahezu unverfälschter Farbwiedergabe der angeleuchteten Gegenstände.

Kaltweiß ist beispielsweise die Büro-Beleuchtung. Die optische Wirkung der angeleuchteten Gegenstände ist nicht viel anders, als wenn die Sonne von außen durch das Fenster scheint. Farbwiedergabe und Erkennbarkeit sind ausgezeichnet.

Tageslicht / daylight ist meist nicht der Standard bei Leuchtstofflampen, schon eher jedoch beim „Kaltweiß“ der LEDs. Der Unterschied zum einfallenden Sonnenlicht ist optisch nicht mehr zu erkennen.

Richtige Lichtfarbe für Zimmerpflanzen

Für Zimmerpflanzen sind Lichtfarben von Neutralweiß bis hin zu Tageslicht / daylight geeignet. Besser geeignet sind immer die Leuchtmittel, welche näher in Richtung daylight kommen. Dabei haben verschiedene Pflanzenarten auch noch bestimmte Vorlieben. So quittiert z.B. die mimosa pudica auf Dauer zu hartes Licht mit leicht verfärbten Blattspitzen und bevorzugt eher Neutralweiß bis Kaltweiß. Andere Pflanzen sind weniger wählerisch und es gilt in Sachen Lichtfarbe meist: Je kälter um so besser, also im Zweifelsfall immer daylight oder wenigstens kaltweiß.

Wirkung der Lichtfarbe auf Pflanzen

Daß von Warmweiß als Pflanzenbeleuchtung abgeraten wird, hat einen bestimmten Grund: Die im Farbspektrum enthaltenen Lichtfarben haben nämlich unterschiedliche Wirkung auf die Entwicklung und das Wachstum der Pflanze.
Farbtemperaturen PflanzenlampeWärend die warmen Frequenzbereiche das schnelle Wachstum fördern, bewirken die  kalten Anteile des Lichtes den stabilen und festen Wuchs einer Pflanze. Die mit warmweiß beleuchtete Pflanze neigt also zu schnellem  und schwuppigem Wuchs.

Zwar werden warme und kalte Farbtöne von jedem Leuchtmittel ausgesandt. In den verschiedenen Temperaturbereichen (Farbtemperatur) ist jedoch der enthaltene Anteil unterschiedlich hoch. Verwendet man einen Leuchtmittel in kaltweiß bzw. daylight, dann ist der darin enthaltene Anteil an warmen Lichttönen immernoch ausreichend hoch für ein ordentliches Wachtum der Pflanzen. Die überwiegenden Anteile an Kaltweiß braucht die Pflanze, denn sie fördern mechanische Stabilität und einen gesunden, festen Wuchs.

Nächste Folge hier


zuletzt aktualisiert am 31.12.2016

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.