20160710_123842 Titel

froschbiss vs. algen ? standortwechsel

Der südamerikanische Froschbiss kämpft jetzt schon seit über einem Monat damit, sich besser als die Algen in seiner Schale zu vermehren. Diese setzen sich an seinen Wurzeln fest und wollen ebenso den vollen Platz für sich beanspruchen.

Froschbiss gelbe Blätter durch Algen

Froschbiss in Schale Beim Kauf hatten die Blätter eine gleichmäßig sattgrüne Färbung. Vermutlich durch die trockene Luft auf dem Balkon ist die Färbung jetzt nicht mehr so schön gleichmäßig, vereinzelt haben wir Gelbstich, der Froschbiss vermehrt sich allerdings trotzdem und kompensiert damit die jeweils absterbenden Blätter wieder. Seine Gegenspieler, die Algen, bewirkten, daß regelmäßig auch Blätter absterben, so hat sich insgesamt der Froschbiss in seiner Schale nicht wie gewünscht entwickelt sondern sprichwörtlich nur über Wasser gehalten.

Südamerikanischer Froschbiss Nahaufnahme macro Südamerikanischer Froschbiss Wasserschale Balkon Südamerikanischer Froschbiss Wurzeln
Da dieses Nullsummenspiel kein Dauerzustand sein kann, erhält der Froschbiss jetzt einen radikalen Standortwechsel.

Südamerikanischer Froschbiss zieht in Pflanzschale

Der Froschbiss zieht um, in den großen Untersetzer, aus dem der Papyrus sein Wasser zieht, und in den er sowieso später kommen sollte. Dort, unter den Wedeln der Papyrus-Pflanze ist der Standort zwar schattig, aber hoffentlich immernoch hell genug. Probleme mit Algen gibt es in dieser Schale jedenfalls nicht. Aus diesem Untersetzer zieht der Papyrus percamentus sein Wasser, die Wurzeln drängen sich unten aus dem Topf heraus und ragen bis in den Untersetzer. Interessanterweise sind hier keine Algen zu finden, was möglicherweise daran liegt, daß das Wasser vom Papyrus sehr schnell aufgesogen wird. Für Wassernachschub ist reichlich gesorgt, denn der Gießautomat hat inzwischen seine Probephase bestanden und ist auch dieses Jahr wieder voll im Einsatz.

Froschbiss Wasserschale Untersetzer Froschbiss und Papyrus gemeinsam halten Freiland Froschbiss in der Papyrus Schale Freiland Balkon

Bleibt zu hoffen, dass der Froschbiss ab jetzt seiner Aufgabe gerecht wird, sich reichlich vermehren kann und die Untersetzer hübsch begrünt. Die leidige Algen Thematik sollte damit vom Tisch sein, und wenn alles läuft, dürften jetzt auch keine anderen Probleme auftreten …

2 Monate später – Froschbiss vermehrt sich prächtig

Der Standort, den ich anfangs nur als 2. Wahl angesehen habe, hat sich als optimal erwiesen. Im Freiland schattig aber hell – eine Schale mit dunklem Untergrund verhindert das Algenwachstum. Unter diesen Bedingungen hat sich die anfangs wackelige Situation mit gelben Blättern und Algen an den Wurzeln in Luft aufgelöst. Dünger erhält der Froschbiss wöchentlich mit dem Papyrus, dessen Untersetzer er verziert. Der angeschlossene Gießautomat füllt zwar alle 6 Stunden Wasser nach, dennoch passiert es regelmäßig an heißen Tagen, daß der Papyrus das komplette Wasser verbraucht und der Froschbiss auf dem trockenen sitzt. Da es nur kurzzeitig ist und die Schale feucht bleibt, hält er das problemlos aus.

Südamerikanischer Froschbiss Schale Balkon Freiland

Anfang Oktober – Froschbiss sehr resistent gegen Kälte

Der Herbst beginnt wieder einmal sehr plötzlich. Bei Nachttemperaturen knapp unter 10 °C zeigt jetzt die Erfahrung, daß man sich um den südamerikanischen Froschbiss noch lange keine Sorgen machen braucht. Er scheint sich sogar noch weiter zu vermehren.

Sind 5°C problematisch? NEIN 🙂 Zumindest nicht kurzzeitig, also ein paar Stunden über Nacht. Der Froschbiss steht jetzt in einem separaten 35cm Untersetzer – ein kleiner Balkonteich – bereit, um bei drohendem Nachtfrost einfach nach drinnen gestellt zu werden.
Die 5 °C in der Nacht sind jedoch überhaupt kein Problem. Vermutlich kommt der Pflanze jetzt zu gute, daß die Wasserschale etwas Wärme speichert und die Beton-Bodenplatte vom Balkon ebenfalls nachts Wärme abgibt. So hat der Froschbiss automatisch einen geschützten Standort und die niedrigen Temperaturen scheinen ihm sogar noch zu gefallen: Einige Blätter heben sich richtig aus der Wasserfläche heraus nach oben. Die bei diesem Wetter höhere Luftfeuchtigkeit macht es wohl möglich (sh. Foto rechts).

südamerikanischer Froschbiss im Untersetzer als Balkonteich Froschbiss im Untersetzer Balkon Wasserpflanzen Froschbiss bei Kälte auf dem Balkon halten

Südamerikanischer Froschbiss – Überwinterung

Obwohl auch der südamerikanische Froschbiss scheinbar alle Temperaturen über 0°C anstandslos verträgt, kommt er jetzt am 31.10. schonmal ins Winterquartier. Die Überwinterung findet auf einem hübschen IKEA-Möbelstück statt, welches als Blumenbank umgebaut ist.

südamerikanischer Froschbiss in Wasserschale
vergl. oben: Der Wuchs ist dichter als vor 4 Wochen, und das bei nur 5…10°C

Auch wenn der südam. Froschbiss normalerweise im Aquarium gehalten wird: die grüne Schale im Wohnzimmer ist auch ein Hingucker. Vier über der Blumenbank angeordnete LED Lichtleisten sorgen für eine Beleuchtung von etwa 2000 Lux. Das ist zwar für Zimmerverhältnisse sehr viel, entspricht im Freien jedoch nichtmal einem sommerlichen Standort im Halbschatten. Immerhin, alles was über 800 Lux liegt, sollte Erfahrungsgemäß für eine Pflanze ausreichen. Zur Messung der Lichtstärke kann man übrigens ganz einfach eine Handy App nutzen 🙂 Ist zwar nicht ganz exakt, aber immerhin weesentlich genauer, als eine Schätzung.

 

weiteres folgt …


zuletzt aktualisiert am 31.10.2016

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