Fittonia albivenis Ableger

fittonia mosaikpflanze senkern

So wie bisher funktioniert es mit dem hübschen Mosaikpflanze nicht und die Tage sind gezählt. Also höchste Zeit, etwas Neues auszuprobieren.

Mosaikpflanze – Senker Stecklinge von Fittonia albivenis

Liest man diverse Anleitungen, so ist es ganz leicht, die Fittonia durch Senker zu vermehren. Vermehrung durch Teilung der Wurzelballen wäre genauso gut möglich, aber für die vorhandenen Reste der Fittonia ist mir das ein zu großer Eingriff. Zumal im neuen Substrat keine Erde mehr an den Wurzeln mehr sein soll.

Probieren wir es aus, die neue Idee ist nämlich, die Fittonia in Tongranulat (Seramis) zu halten. Dort sollte es mit Schimmel weniger Probleme geben (gab es bis jetzt in Erde auch nicht), es wäre dann vor Allem auch möglich, eine gleichmäßigere Feuchtigkeit zu schaffen, indem die Schale oder der Topf mit der Fittonia albivenis samt Granulat in eine Wasserschale gestellt wird. Aus der Wasserschale kann das Granulat ständig Feuchtigkeit aufnehmen kann. Die Schale sorgt für gleichmäßige Substratfeuchte, zusätzlich schafft die Verdunstungsoberfläche rundum das Pflanzgefäß ausreichend Luftfeuchtigkeit im Minigewächshaus. Mal sehen ob das so funktioniert.

Fittonia – neue Pflanzschale neues Substrat

Die Fittonia  albivenis erhält eine neue Pflanzschale, nichts anderes, als einen Kunststoff Untersetzer mit reichlich 15 cm Durchmesser. In den Boden des Untersetzers werden ein paar kleine Löcher gestochen, wo das Wasser durchsickern kann. In den Untersetzer wird anschließend Tongranulat (Seramis) gefüllt und ordentlich befeuchtet. Da das Senken der Fittonia ein erster Versuch ist, werden mehrere Stängel und Teile der vorhandenen Pflanze als Ableger geschnitten.

Mosaikpflanze in Seramis ?

An einigen der abgeschnittenen Stängel befinden sich winzige kleine neue Blätter von etwa 2 – 3 Millimeter Größe, welche sich ganz neu gebildet haben. Ein paar Stängel sind mit Fittonia albivenis Mosaikpflanze im ZimmergewächshausWurzeln von der vorhandenen Pflanze abgetrennt (Erde abgewaschen). Ein paar Stiele haben noch wenige große alte Blätter dran. Es ist also von allen Möglichkeiten etwas dabei.

Es handelt sich ungefähr um zehn Ableger, sie werden alle in Seramis eingesetzt, indem mit dem Löffelstiel eine Vertiefung ins Substrat gedrückt wird, der Stängel dort einge Millimeter unter das feuchte Seramis geschoben wird. Die Blätter werden natürlich so positioniert, dass sie knapp über dem Substrat bleiben, eventuell vorhandene Wurzeln dürfen nicht weiter beschädigt werden.

Ob Ableger mit großen alten Blättern oder Stängel mit winzigen Blattsprossen von 2 mm Durchmesser, wo es Probleme gibt und was besser funktioniert, wird sich bald zeigen.

Fittonia albivenis in Seramis halten umtopfen Fittonia selber vermehren in Seramis halten Ableger Fittonia in Tongranulat Mosaikpflanze senkern

Die Fittonia albivenis Ableger in der neuen Schale kommen nun wieder in das Mini-Gewächshaus, darauf die Acrylabdeckung. Im Gegensatz zu vorher wird der Boden des Gewächshauses jetzt mit Wasser gefüllt. Das Wasser läuft von unten durch die Löcher in den Untersetzer und befeuchtet so das Seramis gleichmäßig. Die alte Schale mit der Fittonia albivenis wird ebenfalls im Minigewächshaus positioniert, allerdings etwas erhöhter Standort, sodaß sie über dem Wasser steht, denn die Erde für solche unterwasser Experimente sicherlich nicht geeignet.

Fittonia Zimmergewächshaus selber ziehen pflegeMal sehen, ob das so mit dem Tongranulat funktioniert. Irgendwo war zu lesen, dass die Fittonia:

  1. schwach saures Substrat benötigt
  2. gelegentlich als Wasserpflanze verkauft wird, dies aber dauerhaft nicht verträgt

Demzufolge wäre auch noch Hydrokultur mit kleinen Steinchen denkbar. Auch Korrekturen am pH-Wert könnte man noch vornehmen, der liegt hier bei circa 7.  Doch mal sehen, ob es vielleicht auch so schon funktioniert.

Erfahrungen Mosaikpflanze mit Seramis

3 Monate später: Ableger in Seramis hat zwar generell funktioniert, die Pflanzen wachsen jedoch sehr langsam und auf dem Seramis bildet sich eine dicke Schicht Algen. Wie auf den Bildern zu sehen, sind auch halbwegs ordentliche Wurzeln entstanden, die Schale mit normaler Blumenerde ist in der gleichen Zeit jedoch wesentlich üppiger gewachsen. Vermtulich ist Tongranulat zu kalkhaltig. Die Netzpflanze wächst lieber in leicht saurem Boden.

Fittonia Ableger Seramis Wurzeln Netzpflanze Wurzeln in Seramis Ableger Fittonia Netzpflanze Kakteenerde Netzblatt

Zum Test bekommen das Netzblatt jetzt Kakteenerde in die Schale. Standort bleibt der gleiche: Neben der Vergleichspflanze in normaler Erde. Mal sehen, was besser funktioniert. Schade, daß die Fittonia so hohe Luftfeuchte benötigt, sie wäre sonst der optimale Bodendecker für Kübelpflanzen. Und dennoch sieht sie immer wieder total schön aus.

Auswertungen / Ergebnisse sehen wir in ein bis zwei Monaten.


zuletzt aktualisiert am 31.10.2016

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