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dieffenbachia seguine – dieffenbachie

Synonyme: Giftaron, giftiger Aron, Schweigrohr, Stummblume

Herkunft Vorkommen: Es gibt ca. 50 verschiedene Arten der Dieffenbachie. Sie gehören zur Familie der Aronstabgewächse [araceae] und kommen aus den Tropischen Gebieten in Südamerika, also Ländern wie Brasilien, Argentinien, Paraguay oder Kolumbien. Als Zimmerpflanze wird meist die dieffenbachia seguine gehalten, von der es wiederum verschiedene Sorten gibt. Diese unterscheiden sich durch verschiedene Färbungen und Zeichnungen.

Aussehen: Die Dieffenbachie wächst als strauchförmige Pflanze. Einzelne Stängel werden je nach Topfgröße etwa bis 5cm stark und erreichen eine Höhe bis über 2 Meter. An älteren Stängeln befinden sich meist nur im oberen Bereich Blätter. Die Blätter der Dieffenbachie sind sehr groß und haben auf ihrer Oberfläche eine gelbe oder weiße Maserung, deren Aussehen u.a. von der Helligkeit des Standortes abhängig ist. Die Blüte der Dieffenbachie ist grün, sehr unscheinbar und hat das für Aronstabgewächse typische Aussehen.

Starr 061212-2332 Dieffenbachia seguine
Von Forest & Kim Starr [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6178642
Besonderheiten: Die Pflanze stellt ihren Wurzelbau auf die Menge der Wassergaben ein. Deshalb kann es vorkommen, daß Dieffenbachien, welche längere Zeit rel. wenig Wasser erhielten, bei plötzlicher erhöhter Wassergabe an den Blättern Tropfen bilden. Hier wird Wasser ausgeschieden, welches zwar von den Wurzeln aufgenommen, aber nicht über die Blätter verdunstet werden kann. Bei Pflanzen in Hydrokultur ist der Wurzelbau anders, sodaß dies eher selten vorkommt.

Vermehrung: Die Dieffenbachie ist sehr einfach durch Stecklinge zu vermehren. Dazu wird das obere Ende eines abgeschnittenen Stängels in Wasser gestellt. Nach wenigen Tagen bilden sich am Stiel unter Wasser kleine Verdickungen, welche später zu Wurzeln werden. Schon vor dem senkern sind diese Verdickungen an einigen Stellen vom Stiel zu beobachten. Die Stecklinge können auch sofort in Substrat gepflanzt werden.

Abgebrochene oder abgeschnittene Stängel der Altpflanze treiben unterhalb der Schnittstelle problemlos wieder aus, meist gleich an mehreren Stellen.

Verwendung: pflegeleichte Zimmerpflanze bzw. Büropflanze für Standort mit wenig Licht

Verträglichkeit: wird als sehr giftig eingestuft

Haltung: Als Substrat eignet sich Tongranulat hervorragend. Bei größeren Kübeln wird auch Blähton verwendet. Ebenso geeignet sind normale Blumenerde oder Hydrokultur. Dieffenbachien sind sehr schnellwüchsig. Die Düngung erfolgt in den Sommermonaten. Pflanze keinesfalls zu trocken halten. Bei zu trockener Haltung werden die Stiele der Blätter schlaff oder die Blätter bekommen braune Stellen. Staunässe ist weniger problematisch, stehendes Wasser ist jedoch besonders bei Verwendung von Blumenerde zu vermeiden.

Schädlinge: treten selten auf. Gelegentlich sind Spinnmilben möglich, Blasenfuß oder Blattläuse eher die Ausnahme. Bei zu niedrigen Temperaturen kann es zu Pilzerkrankungen kommen.

Helligkeit: im Sommer ohne längere Sonneneinstrahlung, schattiger Standort, gern auch im inneren des Zimmers bei rel.  wenig Licht oder ausschließlich künstlicher Beleuchtung.

Freilandhaltung: Balkon oder Terasse aufgrund der zu starken Beleuchtung nicht zu empfehlen, bei ausgesprochen schattigem Standort und längerer Eingewähnung (Sonnenbrand) jedoch möglich. Höhere Pflanzen jedoch absolut windgeschützt.

Temperaturen: Ganzjährig bei Zimmertemperatur, ca. 18 – 25°C

Überwinterung: möglichst im Zimmer bei Temperaturen nicht unter 15°C, zu hohe Luftfeuchtigkeit ist ebenso zu vermeiden wie Zugluft.

Meine Blogbeiträge zur Dieffenbachia


zuletzt aktualisiert am 10.05.2016

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