crassuls ovata ?

crassula kein affenbrotbaum

Das wichtigste über den crassula :

Pflege, Vermehrung, Erde, umtopfen, verschneiden etc.

Herkunft, Name, Arten, Bezeichnungen

Die Sukkulente, welche oft unter der Bezeichnung Affenbrotbaum im Zimmer steht, heißt in Wirklichkeit crassula. Das Synonym Affenbrotbaum wird zwar oft genannt, es handelt sich jedoch um eine Verwechswechlung. Der Unterschied in Größe und Aussehen ist enorm und crassula hat mit dem Affenbrotbaum fast nichts gemeinsam.

Mögliche Bezeichnungen für den crassula sind:

  • Dickblatt
  • Jadebaum
  • Geldbaum
  • Pfennigbaum
  • Elefantenohr

crassula sind Sukkulenten aus der Familie der Dickblattgewächse, „crassula“ bedeutet lateinisch soviel wie „dick“. Die lateinische Bezeichnung nimmt Bezug auf Stamm, Äste und Blätter des crassula. Alles ist sehr dick gebaut und dient als Wasserspeicher für Dürreperioden, denn ursprünglich stammt der crassula aus den Trockengebieten im Süden von Afrika. Er wird hierzulande gern als Zimmerpflanze oder Balkonpflanze gehalten.

Bei crassula gibt es verschiedene Arten. Die typischsten Vertreter des crassula als Zimmerpflanze sind crassula ovata und crassula arborescens. Sie unterscheiden sich durch die Blätter sowie die Farbe der Blüten, jedoch nur geringfügig.

Wasser, gießen, Feuchtigkeit

Die Erde des crassula ist sparsam zu gießen und sollte vor dem nächsten gießen deutlich sichtbar getrocknet sein. Im Winter muß der crassula noch sparsamer gegossen werden. Zu wenig gießen ist im Zweifelsfall besser als zuviel, auch wochenlang vergessen ist oft kein Problem. Regenwasser oder destiliertes Wasser als gelegentliche Beigabe ist vorteilhaft, crassula verträgt leicht saure Erde gut. Eine dünne Moosschicht zeigt dies an und ist nicht problematisch. Da die Blätter den Wasservorrat speichern, kann man an ihnen erkennen, wann spätestens gegossen werden soll: sind sie dick und prall, ist genug Wasser vorhanden, werden sie ein wenig weicher, flacher und wie Gummi biegsam, sollte etwas mehr gegossen werden.

Licht, Beleuchtung

Standort so hell wie möglich wählen, vorzugsweise sonnig. Abhängig von der Sonneneinstrahlung verändert sich die Farbe der Blätter. Bei einem Standort in praller Somme, auf Balkon oder Terasse färben sich die ehemals saftig dunkelgrünen Blätter matt rotbraun. Die rötliche Verfärbung beginnt vom Rand her, ist normal und kein Problem (ein rotbrauner Blattrand ist typisch für den ovata). Wärend die durchschnittliche Zimmerpflanze locker mit 1000 Lux auskommt, wird für den crassula möglichst mehr empfohlen. Ein Fensterpatz  ist deshalb zwingend erforderlich, möglichst Südfenster. Nach kurzer Eingewöhnung (Sonnenbrand) auch in voller Sonne.

Temperatur

Zimmertemperatur und für europäische Verhältnisse möglichst warmer Standort, also 20 Grad aufwärts. Im Winter etwas kühler stellen (ca. 15 Grad) wobei zu beachten ist, daß die Temperatur auf dem Fensterbrett sowieso niedriger als die Raumtemperatur ist. 5 – 10 Grad sollten im Winter nicht unterschritten werden.

Erde

normale Kakteenerde, optimal ist auch Blumenerde mit 1/3 Beimischung von grobem Sand bzw. feinem Kies. Falls die Kakteenerde an der Oberfläche trocken nicht saugfähig ist, kann die Oberfläche mit einer dünnen Schicht Sand bestreut werden, damit das Gießwasser besser verteilt wird. Die optische Beurteilung ob zu naß oder zu trocken wird dadurch jedoch beeinträchtigt.

Düngen

Im Zweifelsfall ist düngen eher zu unterlassen, da es mehr schaden als nutzen kann. Auf keinen Fall ist im Winter, also wärend der Kälteperiode zu düngen.

Schädlinge, Ungeziefer

Wollläuse können gehäuft auftreten. Bei halbwegs regelmäßigem beobachten der Pflanze sollte dies rechtzeitig auffallen. Beseitigt werden die Wolläuse zunächst mit einem groben Pinsel oder Wattestäbchen. Die Beseitigung geht zumindest bei kleineren Pflanzen noch recht einfach.  Schädlingsbekämpfungsmittel vorzugsweise sprühen, denn wegen dem geringen Wasserdurchsatz von Sukkulenten tritt beim Gießen der Schädlingsbekämpfungsmittel nur sehr verzögerte Wirkung ein, wenn überhaupt eine zu erwarten ist. Die Verträglichteit auf das verwendete Mittel im Zweifelsfall vorher an einem einzelnen Ast testen.

Pflegefehler

zuviel Wasser, insbesondere Dauernässe, Übertopf in Verbindung mit zuviel Wasser, Dünger, Standort zu dunkel

Balkon und Terasse

Ende Mai bis Anfang Oktober, Nachttemperaturen beachten (nicht unter 5 Grad), im Frühjahr Eingewöhnungszeit wegen Sonnenbrand, der Standort auf dem Balkon fördert Gesundheit und Wachstum des crassula aufgrund der stärkeren Sonneneinstrahlung

Freiland

Von dauerhafter Freilandhaltung ist abzusehen, da die Pflanze keinen Forst verträgt. Auf den Kanarischen Inseln wächst der crassula auch im Freiland und sogar in verwilderten Grünanlagen. [Fotos Fuerteventura crassula]

Formgebung und verschneiden

Für gerades Wachstum ist der Blumentopf regelmäßig stückweise zu drehen, damit die Pflanze gerade wächst. Crassula wächst von Hause aus als Strauch, das verschneiden zu einem geraden Bäumchen sollte in kleinen Schritten vorgenommen werden. Die 5…10cm langen Triebe schneidet man bis auf mindestens 2-3 Blatt-Paare zurück. Ein richtig schräger Bonsai ist schwierig, weil sich die Äste durch Eigengewicht und Schwerkraft sehr biegen.

Vermehrung

Durch Stecklinge läßt sich der crassula sehr leicht vermehren. Ein abgeschnittener kurzer Ast von 5 bis höchtens 10cm Länge wird einfach in ein Glas Wasser gestellt. Man kann ihn auch in Kakteenerde stecken. Die Wasser-Methode hat den Vorteil, daß man sieht, was passiert, die Erde-Methode ist optimaler. Verbessern läßt sich das Ergebnis, wenn der abgeschnittene Zweig vor dem Einsetzen ein paar Tage liegt, dann hat die Schnittstelle Zeit, zu trocknen und zu verheilen, was auch die Gefahr von Fäulnis vermindert. Frühling bis Sommer ist naturgemäß der bevorzugte Zeitraum, anderenfalls kann es sehr lange dauern, bis er wurzelt.

Blüte

Bis zur Blüte braucht der crassula sehr lange. Crassula blüht im Winter, jedoch erst dann, wenn er sehr alt und die Pflanze auch groß genug ist.  Außerdem sollte das Dickblatt einen kühlen Standort haben und vorher im Sommer auf dem Balkon gehalten worden sein.

Überwinterung

crassula sollte optimalerweise bei deutlich unter 20Grad überwintern. Optimal wären 10… 15 Grad, jedoch nicht unter 5 Grad. Normale Zimmertemperaturen sind jedoch auch kein Problem. Der Schwerpunkt liegt auf möglichst viel Licht (so hell wie möglich) und wenig gießen. Unter 5 Grad oder bei zuviel Wasser verliert er möglicherweise Blätter. Zu beachten ist auch hier: die Temperatur der Pflanze am Fenster weicht im Winter von der Temperatur mitten im Raum stark ab, sodaß auch schon leicht abgesenkter Raumtemperatur eine erfolgreiche Überwinterung möglich ist.

interessante links
joachim-ernst.de

bonsai-als-hobby.de


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[crassula fuerteventura]

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zuletzt aktualisiert am 22.12.2015

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