Ananas selber ziehen mit Detlef Römisch

blumenerde schimmelt – was tun

Häufig tritt vor Beginn der Heizsaisson das Problem auf, daß das Substrat im Blumentopf schimmelt. Woran liegt das und was kann man dagegen tun?

Ursache für schimmliges Substrat, vor allem im Herbst, ist die erhöhte Luftfeuchte. Die Herbstniederschläge treffen auf einen noch relativ warmen Erdboden und so verdunstet viel Niederschlagswasser. Hohe Verdunstung und gleichzeitig Abkühlung der Umgebungstemperatur führen zu einer hohen rel. Luftfeuchte. Im Extremfall sind das die berühmten Herbstnebel, und diese Luftfeuchtigkeit gelangt natürlich auch in die Wohnung. Und auch hier herrscht bis zum Beginn der Heizperiode deshalb erhöhte Luftfeuchte.

Durch noch sommerliche Gießgewohnheiten und die naturgemäß in Raum eher stehende Luft wird Schimmelbildung auf dem Substrat in diesem Zeitraum begünstigt.

Was kann man dagegen tun?

  • Gießfrequenz verringern, also seltener bzw. weniger gießen und erst warten bis die Oberfläche der Blumenerde getrocknet ist
  • auflockern der Erdoberfläche am Tag nach dem Gießen mit einer alten Gabel oder ähnlichem
  • punktuelles Gießen, also so, daß möglichst wenig Gießwasser an der Oberfläche breitläuft, es dafür aber mehr in die Tiefe versickert.
  • von unten gießen, also in dieser Zeit in den Untersetzer. Dabei ist die Menge zu beachten, Wasser darf später nicht im Untersetzer stehenbleiben sondern muß vollständig aufgesaugt werden

Diese vier Maßnahmen sollten ein gelegentlich auftretendes Schimmelproblem schnell beseitigen. Eine dünne Schicht Sand oder Kakteenerde auf der Oberfläche kann ebenfalls helfen, da beides schneller austrocknet und besser lüftet als normale Blumenerde. Vorher sollten schimmlige Stellen natürlich entfernt werden.

Bei Tongranulat hilft meist punktuelles Gießen kombiniert mit einer verringerten Gießhäufigkeit und Menge. Gerade große Blumentopfe mit Granulat speichern unten noch sehr lange Wasser, auch wenn die Oberfläche längst trocken ist.


zuletzt aktualisiert am 12.12.2015

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